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10 Jahre alte Planung und keiner stellt sie infrage? Offene Fragen aus der Ratssitzung

Der folgende Beitrag wurde im öffentlichen Teil der Ratssitzung vom 20.11.2025 unter dem TOP „Anfragen aus der Öffentlichkeit“ von einem Bürger geleistet, im Protokoll zur Sitzung seitens der Verwaltung der Gemeinde Tarmstedt allerdings auch auf Nachfrage offensichtlich nicht als inhaltlich erwähnenswert erachtet.

Wir sehen das anders und teilen daher den kompletten Inhalt gern:

Ratssitzung Gemeinde Tarmstedt 20.11.2025

Dies ist die vielleicht letzte Gelegenheit, vor Auftragserteilung zum „Projekt Weidedamm“ sich der Frage zu stellen, ob eine vor nunmehr mehr als 10 Jahren erdachte Planung eines Regenwasserkanals – nicht der Planung einer optimalen Entwässerung der Strasse an sich – so noch richtig sein kann.
(Der Planer wurde von Beginn an damit beauftragt, einen Kanal zu planen der das Bauerwartungsland entsprechend herrichten kann- nicht damit, eine Lösung für Entwässerung im Weidedamm zu finden).

Die Mehrheitsfraktion im SGR bemüht sich gerade, eine Erhöhung der SG- Umlage und damit einhergehende höhere Belastung aller Bürger möglichst gering zu halten.

Dieselbe Mehrheitsgruppe im Rat der Gemeinde Tarmstedt besteht auf dem Kanalbauprojekt, das eine allgemeine Infrastrukturmaßnahme ist, und belastet dadurch eine Gruppe von Bürgern über alle Masse.

Profitieren tun die Samtgemeinde (Anm.: durch die Kombination mit der seit langem fälligen Abwasserkanalinstandsetzung), sowie das Bauerwartungsland, für dessen Entwicklung der Kanal unabdinglich ist. Der Preis den die Gemeinde Tarmstedt dafür offensichtlich gern bereit ist zu zahlen, ist auf Inanspruchnahme von möglichen Fördermitteln für Strassenbau im Weidedamm zu verzichten. (Anm.: solche wurde unserem Wissen nach niemals geprüft in den vergangenen 10 Jahren! Man zog es von vornerein vor die SG mit Gemeindeaufgaben zu kombinieren!).

Einmal mehr, wie schon im Verlauf des BPlan40 (Schule), haben die Interessen von Bürgern der Gemeinde Tarmstedt für die Mehrheit der gewählten Ratsmitglieder nicht die oberste Priorität. Dies widerspricht den Vorgaben des NKomVG.

Wie bereits in der letzten Sitzung, bzw dem vorhergehenden Bau- und Wegeausschuss von einem anderen Bürger rhetorisch angeregt, erneut die Frage, ob nicht eine von den Anliegern mitzufinanzierende Lösung zur Strassenerneuerung ähnlich wie in der Eichenstrasse umsetzbar wäre ?

Der Rat möge sich ehrlich fragen: warum nicht? WAS wären mögliche alternative Lösungen ?

Nachtrag Januar 2026: Wie in der Vergangenheit bereits mehrfach angeregt:     

Mögen die Kosten für den Regenwasserkanal als Infrastrukturmaßnahme zur Entwicklung der Gemeinde betrachtet und finanziert werden (zur zB späteren Umlage auf Bauerwartungsland).

Mögliche Kosten für Verzicht auf Prüfung/ Inanspruchnahme Fördermittel aus Versäumnis sollte die Gemeinde Tarmstedt tragen.

Die SG Tarmstedt sollte für ihren Teil der anfallenden Kosten aufkommen, ohne auf Kosten von Bürgern des Weidedamm  durch die Kombination der Massnahmen (= Verzicht auf mögliche Förderung des Gemeinde- Projektes) Geld zu sparen, um ihren Schmutzwasserkanal wieder herzustellen.

Die Anlieger des Weidedamm wären sicher in moderatem (gerechtem!) Umfang bereit, „normale“ Sanierungskosten für die Straße mitzutragen!